Als sie von den Lesern der Zeitschrift American Photo zur einflussreichsten Fotografin aller Zeiten gewählt wurde, gehört Mary Ellen Mark bereits seit über dreißig Jahren zu den wichtigsten Fotografen der USA. Ihre Arbeiten, die von Anfang an der amerikanischen Tradition der sozialen Dokumentarfotografie folgen, zählen – nicht zuletzt ihres einzigartigen Stils wegen – zu den Meilensteinen der Fotoreportage.

Foto: Westlicht

Nachhaltig beeinflusst wird ihre Arbeitsweise auch, als sie in den frühen Siebzigern die Standfotos zu Milos Formans Einer flog über das Kuckucksnest macht. In einer Drehpause lernt sie die Patientinnen der Station 81 kennen, die sie später für ihr Projekt Ward 81 porträtiert. Seither dokumentieren viele ihrer aussagestarken Porträts und Fotoreportagen das Leben in den Vereinigten Staaten auf sehr eindrückliche Weise. Einige der Abgebildeten hat sie dabei über Jahre begleitet.

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Einige der Abgebildeten hat Mary Ellen Mark über Jahre begleitet. So wie etwa Familie Damm, die jahrelang in einem Auto haust oder die Prostituierte Tiny, die sie als Zwölfjährige kennen lernt und die sich auch achtzehn Jahre später immer noch von ihr fotografieren lässt. Mary Ellen Marks Bilder haben dabei eines gemeinsam: sie beschönigen nichts und sind dennoch voll Mitgefühl und Menschlichkeit. Oder wie Luis Malle im Rolling Stone treffend formulierte: „Da sie auf die Menschen, die sie fotografiert, neugierig ist, da sie ihnen wirklich nahe kommt und sie liebt, vermag sie oft ihre Lebensgeschichte, ihre Gefühle, ihre Seele in einer einzigen Aufnahme bloßzulegen.“

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WestLicht.
Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
A-1070 Wien

Eröffnung:
Donnerstag, 29. August 2002/19.00

Dauer der Ausstellung;
30. August bis 6. Oktober 2002

Öffnungszeiten:
Di bis Fr 14.00 bis 19.00/ Donnerstag bis 21.00
Sa und So 11.00 bis 19.00/ Montag geschlossen (red)

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