Laa a.d. Thaya - Eine positive Bilanz grenzüberschreitender Zusammenarbeit zieht der Bürgermeister von Laa a.d. Thaya, Manfred Fass (V), nach der Hochwasser-Katastrophe, die auch die Grenzstadt im Weinviertel bedroht hatte. Um einen Dammbruch auf tschechischer Seite zu verhindern, waren der Nachbargemeinde Hevlin (Höflein) u.a. 4.000 Sandsäcke zur Verfügung gestellt worden. Auch 30 Feuerwehrleute halfen auf tschechischem Gebiet. In Laa seien 800 FF-Kräfte und 100 Soldaten des Bundesheeres im Einsatz gestanden, sagte Fass heute, Freitag, am Rande eines Besuchs von Landeshauptmann Erwin Pröll (V) und des tschechischen Senatspräsidenten Petr Pithart. Im Umfeld der Stadt seien glücklicherweise nur Feldflächen geflutet worden. Wäre jedoch ein Damm an der Thaya auf tschechischer Seite gebrochen, hätte das auch für Laa Folgen gehabt. Auf eine Überflutung der Brücke über den Fluss nach dem Zollamt beim Nachbarn hätten nur mehr 20 Zentimeter gefehlt. "Wir haben mit Traktoren Sandsäcke auf die tschechische Seite gebracht", sagte Fass. Auf der Thaya-Brücke sei überdies ein Posten der Feuerwehr für ständige Pegelmessungen stationiert gewesen. Der Laaer Bürgermeister will die nach seinen Angaben insgesamt sehr gut funktionierende grenzüberschreitende Zusammenarbeit nun auch in Fragen des Hochwasserschutzes forcieren. Insbesondere gehe es um die Sanierung von Damm-Anlagen, "die zum Teil 150 Jahre alt sind". Pröll habe zugesagt, diese Initiative zu unterstützen. (APA)