Budapest - Ein gemeinsames regionales Auftreten gegen das Hochwasser forciert der ungarische Ministerpräsident Peter Medgyessy. Unter dem Motto "Zusammenschluss Oder-Elbe-Donau-Theiß" sollen die betroffenen Staaten, ihre Experten, Wissenschaftler, Zivilorganisationen nach gemeinsamen Schritten im Kampf gegen die schweren Folgen der Klimaveränderungen suchen. Wie Medgyessy in der Tageszeitung "Nepszabadsag" betonte, soll im Herbst eine internationale Konferenz in Budapest zum Thema stattfinden, auf der Vertreter der Anrainerstaaten beraten. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat der Medgyessy-Initiative demnach bereits seine Unterstützung zugesagt. Laut Medgyessy reicht es nicht mehr aus, sich erst in Notsituationen zu koordinieren, Schutzmaßnahmen zu treffen und Dämme zu bauen, sondern es bedürfe einer perspektivischen Denkweise, einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Der ungarische Premier drängt auf die Schaffung eines Kooperations- und Verbindungssystems, das keine politische Blockbildung dulde. Dabei soll die Initiative auf vier Ebenen verlaufen: Die Initiatorenrolle kämen den Regierungen von Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, der Slowakei, der Ukraine und Ungarns zu. Auf der zweiten Ebene würden die Experten, auf der dritten die Wissenschafter und auf der vierten Ebene die Zivilorganisationen nach Lösungswegen suchen. (APA)