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Derzeit stolpert man fast drüber: Überall schießen die Pilze aus dem Boden

Foto: APA/dpa/Thomas
Graz - Dass die Schwammerl in den steirischen Wäldern derzeit geradezu aus dem Boden schießen, passt zeitlich bestens ins Programm - jenes der internationalen Pilzexperten, die Anfang September die steirische Landeshauptstadt für ein paar Tage zu einem Zentrum Mykologie (Pilzkunde) macht: Vom 9. bis 14. September werden rund 70 Großpilz-Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie aus weiteren Nachbarländern wie z. B. Slowenien, Ungarn und Tschechien in Graz erwartet. Am Programm stehen neben Fragen der Biodiversität (Artenvielfalt) auch medizinische Aspekte und solche des so genannten Pilztourismus. Die Konferenz wird vom Institut für Botanik der Universität Graz, dem Arbeitskreis "Heimische Pilze" sowie von der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft am Institut für Botanik der Universität Wien veranstaltet. "Wir erwarten uns durch die Zahl der beteiligten Pilzkenner einen enormen Schub an landeskundlichen Informationen zur pilzlichen Biodiversität", begründet Scheuer die zahlreichen Exkursionen. Denn ansässige Experten geraten bei Erkundungen ins Umland in dies genannten Gebieten oft ins Staunen: "Man findet in der Steiermark immer wieder Arten, die hier bisher noch nie nachgewiesen wurden", so der Wissenschaftler. Kein Wunder: Wird doch allein die Zahl der in Österreich heimischen Großpilz-Arten auf etwa 5.000 geschätzt. (APA)