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New York - Am Montag beginnt die größte Tennis-Show der Welt: Die 122. US Open in New York (26.8 bis 8.9.). Das letzte Grand Slam-Turnier des Jahres kennt keinen Mangel an Superlativen: die längste Tradition (seit 1881), das höchste Preisgeld (16 Mio Dollar), das größte Stadion (24.000) die meisten Zuschauer (640.000). Und es wird das Turnier der absoluten Sicherheit, denn auf die ist man nach den Terror-Attacken auf das World Trade Center besonders bedacht. Sportlich ergeben sich zwei klare Trends. Bei den Damen wird im Finale wieder ein Treffen von Serena und Titelverteidigerin Venus Williams erwartet. Nur einmal seit dem Vorjahr sind einander die beiden Schwestern bei einem Grand Slam-Turnier nicht im Finale gegenübergestanden. In Australien war Serena nicht dabei, Venus verlor im Viertelfinale gegen Monica Seles. In Paris und Wimbledon hat Serena ihre große Schwester besiegt und sich zur Nummer eins der Tenniswelt gemacht. Keine Frage, dass die 20-Jährige in Flushing Meadows ihren dritten Major-Titel des Jahres will. Das Herrenturnier kann dagegen zurecht als das "Great wide Open" bezeichnet werden, wie Autor Jon Lieber auf der Homepage der USTA schreibt. Acht verschiedene Sieger haben die vergangenen neun Major-Turniere gebracht und auch diesmal kann wohl jeder aus den Top-Ten gewinnen. Die Frage ist, ob der zuletzt etwas schwächelnde Titelverteidiger Lleyton Hewitt seinen Kraftakt wiederholen kann. Der Konflikt zwischen dem Australier und der ATP ist da sicherlich nicht förderlich. Auch der als Nummer zwei gesetzte Russe Marat Safin spielte zuletzt nicht wirklich überragend. Sentimentaler Favorit Nummer eins ist sicherlich Pete Sampras. Zwölf Jahre, nachdem er sich als 19-Jähriger zum jüngsten US-Open-Sieger aller Zeiten gemacht hat, neigt sich die große Karriere dem Ende zu. Aber auch im Vorjahr hatte man ihn bereits abgeschrieben und dann schaffte er es doch wieder bis ins Endspiel.