Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/ EPA/ Hans-Juergen Wege
Wien - Tagelang haben Soldaten und Helfer der freiwilligen Feuerwehren Sandsäcke gefüllt, geschleppt und gestapelt. Nach der Flut müssen nun Tausende der zum Abdichten oder zum Sichern von Dämmen verwendeten Plastik- und Jutesäcke weggeräumt werden. Die Hüllen sind reif für die Deponie, der Inhalt kann nicht immer weiter verwendet werden, erklärten Experten vom Umweltministerium und der Feuerwehr auf Anfrage. Jute oder Plastik? Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob es sich um eine Hülle aus Jute oder Plastik handelt, erklärte Leopold Zahrer, Leiter der Sektion Abfallwirtschaft im Umweltministerium. Ist der Plastiksack dicht, kann der Inhalt problemlos wieder verwendet werden, etwa zum Bauen. Die Lagerung erfolgt laut dem Experten am einfachsten gleich in den zehn bis 20 Kilo schweren Säcken. Deponiereif- Sand könnte durch den Müll verunreinigt sein Sand aus beschädigten Plastikhüllen oder aus wasserdurchlässigen Jutesäcken ist eher ein Fall für die Deponie, warnte der Sprecher des NÖ-Landesfeuerwehrkommandos, Jörg Würzelberger. In einigen Katastrophenregionen wurden Heizöl, Lacke und Gifte aus den Kellern vom Wasser mitgeschwemmt. "Auch wenn diese Substanzen sehr stark verdünnt sind, könnte der Sand kontaminiert sein", warnte der Experte. Für die leeren Säcke gibt es ohnehin nur noch die Möglichkeit der "thermischen Verwertung" - also verbrennen - oder die Lagerung auf einer Deponie. Die nassen Jutesäcke haben zum Teil sogar schon zu faulen begonnen, berichtete der Feuerwehr-Sprecher. Angst vor einem Mangel an diesen "Cent-Artikeln" brauchen die Österreicher nicht haben. Laut Würzelberger lagern bei den Feuerwehren allein in Niederösterreich schon wieder rund 130.000 neue Säcke. (APA)