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Großeinsatz in Wien-Meidling

Foto: APA/Oczeret
Wien - Eine Geiselnahme am Bahnhof Wien-Meidling ging am Samstagabend unblutig zu Ende. Der Geiselnehmer stellte sich nach mehrstündigen Verhandlungen der Polizei. Der Täter und die Geisel - ein ÖBB-Bediensteter - blieben unverletzt. Der 31-jährige beschäftigungslose Harald B. hatte den Mann seit den Nachmittagsstunden mit einem Revolver bedroht und gefangen gehalten. Laut Polizeiangaben hatte der Geiselnehmer eine angebliche Vergewaltigung seiner Freundin rächen wollen. Diese hatte ihm "gestanden", nach einem Streit eine Nacht bei drei Männern verbracht zu haben und von diesen missbraucht worden zu sein. Beziehungsdrama Harald B. ging daraufhin mit einem Revolver bewaffnet ins "Cafe Kevin" am Bahnhof, wo er einen der angeblichen Täter zur Rede stellte. Dieser flüchtete, Harald B. verfolgte den Mann. Dabei kam B. an einem Aufenthaltsraum der ÖBB, der neben dem Lokal liegt, vorbei und nahm einen zufällig anwesenden 54-jährigen ÖBB-Bediensteten als Geisel. B. feuerte in die Wand des Raumes und verlangte nach seiner Freundin. Nach viereinhalb Stunden Verhandlungen konnten die Exekutivbeamten B. schließlich zum Aufgeben überreden. Der Geiselnehmer verließ den Raum, legte sich auf den Boden und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wurde ins Wiener Sicherheitsbüro gebracht. Der ÖBB-Mitarbeiter wurde psychologisch betreut. (APA)