Abidjan - Kurz vor seiner Reise nach Angola hat UN-Generalsekretär Kofi Annan die dortige humanitäre Lage als "sehr ernst" bezeichnet. Die UNO wolle das Problem gemeinsam mit der angolanischen Regierung angehen, sagte Annan am Samstag bei einem Kurzbesuch im westafrikanischen Staat Cote d'Ivoire. Zudem sei der Wiederaufbau von Infrastruktur, Erziehung und Gesundheit in dem südwestafrikanischen Land schwierig: "Es muss alles gemacht werden, und die UNO ist bereit zu helfen", betonte Annan. Er hoffe deshalb auf "offene Gespräche" mit dem angolischen Präsidenten José Eduardo Dos Santos, um den Frieden gemeinsam festigen zu können. Annan wurde am Sonntag in Luanda erwartet und will am Dienstag zum UN-Gipfel nach Johannesburg weiterreisen. Nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens mit den Rebellen der Nationalen Union für die vollständige Unabhängigkeit Angolas (UNITA) Anfang April hatten sich rund 79.800 UNITA-Kämpfer entwaffnen lassen. Die Regierung sagte zu, sie mit Ausbildungsprogrammen und Arbeitsplätzen in die Gesellschaft einzugliedern. In Angola herrschte 27 Jahre lang Bürgerkrieg. (APA)