Fischfang im Dienste der Wissenschaft

Foto: Günter Köck
Seit sechs Jahren führen ForscherInnen der Universität Innsbruck im Norden Kanadas Untersuchungen durch, wie sich der Klimawandel auf das empfindliche arktische Ökosystem auswirkt ( wir berichteten ). - Ein Ökosystem, das im übrigen "näher" liegt, als viele meinen würden: untersucht werden nämlich im speziellen die Populationen einiger Fischarten in arktischen Seen, wie sie auch in heimischen Hochgebirgseen anzutreffen sind. Direkter Vergleich der "Schwesterpopulationen" soll die globalen Auswirkungen der gegenwärtigen Klimaentwicklung illustrieren helfen. Das Team um die Wissenschafter Günter Köck, Burkhard Berger und Harald Niederstätter ist inzwischen nach Österreich zurück gekehrt. Die Auswertung ihrer Ergebnisse wird noch einige Zeit dauern - da der Sommer heuer auch in Kanada eher kühl ausgefallen ist (die untersuchten Seen waren daher großteils eisbedeckt), hoffen die Heimkehrer aber auf eine "Verschnaufpause" des Ökosystems inmitten des langjährigen schädlichen Trends zur Erwärmung. Die Erfahrungen der Heimkehrer zwischen harter Forschungsarbeit, beeindruckenden Naturimpressionen und gewöhnungsbedürftigen Inuit-Speiseplänen sind in einem Online-Tagebuch nachzulesen. (red)