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Frauen in Spitzenpositionen sind nicht mehr so selten, Erfolgs-Frauen mit Kindern und Partner aber schon.
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Frauen sind einsamer als Männer, sind sie erfolgreich im Beruf. Einsam meint: partnerlos, kinderlos. Das ist eines der Resultate einer US-weiten Studie, die mit über 1100 Frauen in Top-Jobs, 480 Berufsausteigerinnen mit sehr guter Ausbildung und 470 Männern in guten Positionen durchgeführt wurde. Die Studie bildet den Kernpunkt eines neuen Buches, dessen Autorin selber erfolgreiche Ökonomin - und Mutter von vier Kindern - ist. Sylvia Ann Hewlett konstatiert in ihrem Buch "Creating a life: Professional Women and the Quest for Children", dass 49 Prozent der Probandinnen, die über 100.000 US-Dollar im Jahr verdienen, sich nicht bewusst für Kinderlosigkeit entschieden haben, heißt: Ungewollt kinderlos geblieben sind. Bei den befragten Männern waren nur 19 Prozent kinderlos. Den Grund dafür sieht die Autorin aber nicht in der vielzitierten Unvereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen, sondern im Umstand, dass sie es schwerer haben, einen passenden Partner zu finden. Warum? Dem Buch zufolge haben erfolgreiche Männer weniger Interesse an gleichrangigen Frauen als Partnerinnen. 57 Prozent der Karrierefrauen waren verheiratet, aber 83 Prozent der Karrieremänner. Der unverheiratete Rest war überhaupt partnerInnenlos. Rezept zum Glück inklusive In einem weiterem Kapitel verschrieb sich Hewlett dem Thema (Un-)Fruchtbarkeit, bei dem die Ergebnisse einer anderen US-Studie, die erst kürzlich vom National Institute of Environmental Health Sciences unternommen wurde, zur Grundlage wurden: Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, wird schon ab 28 geringer. Das zu berücksichtigen gilt es laut Hewlett, die den Leserinnen rät, Kinderplanung ebenso gezielt wie Karriereplanung anzugehen. Am besten in den Twens. James Tooley, Universitätsprofessor in Newcastle und Autor des neu erschienenen Buches "The Miseducation of Women", rät den Frauen überhaupt, ihre Lebensentwürfe den angenommenen Funktionskurven der weiblichen Reproduktionsfähigkeit anzupassen: Anfang 20 Kinder, dann, wenn gewollt, ab auf die Uni. Und auch Hewlett kratzt die Kurve zum selben Backlash: Im teilweisen Opfer des Ichs liegt das Glück. (red)