Wien - Früher ließ er Mandolinen regnen, jetzt taucht Bruce Hornsby seine Fans mit seinem neuen Album "Big Swing Face" (BMG) in Elektronik-Sound. Der Mann der Piano-Klänge ("Mandolin Rain", "The Way It Is") verzichtet weitgehend aufs Klavier und setzt auf Gitarren und - wenn schon Keyboards - auf Synthesizer, gemixt mit diversen Loops und Samples. "Big Swing Face", das achte Album des Amerikaners, präsentiert sich elektronisch, swingin' und phasenweise ziemlich "Rap"-angehaucht. Als besonderer Gag rapt der immerhin bereits 70-jährige Floyd Hill jr., ein Freund der Familie Hornsby aus Williamsburg auf dem Song "No Home Training". In einem einzigen Song ist der "alte" Hornsby noch irgendwie fühlbar: "The Good Life". Es wird sich zeigen, ob Bruce Hornsby auf seinen elektronischen Pfaden so viele Gefolgsleute findet wie bei seinem Debüt "The Way It Is" von 1986. Dafür hat er nicht nur Dreifach-Platin in den USA erhalten, sondern auch den Grammy für den Besten Neuen Künstler. (APA)