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New York - Spitzenmanager und Verwaltungsratsmitglieder des US-Telekommunikationkonzerns WorldCom sollen von der Investmentbank Salomon Smith Barney in den späten neunziger Jahren Tausende von Aktien bei heißen Erstemissionen erhalten haben. Dies gehe aus Dokumenten hervor, die von Salomon an einen Untersuchungsausschuss des Kongresses übergeben worden seien, berichtete die "New York Times" am Dienstag. WorldCom befindet sich nach einem beispiellosen Buchführungsskandal in einem Konkursverfahren. Der Kongressausschuss wollte Details der Salomon-Aktienzuteilungen bei Börsengängen an WorldCom-Manager und Verwaltungsratsmitglieder während des Technologieaktien-Booms der späten neunziger Jahre haben. Diese Aktien schossen oft am ersten Tag des Handels dramatisch in die Höhe und brachten denjenigen enorme Gewinne, die sie bei der Erstemission kaufen durften und dann rasch wieder abstoßen konnten. Der Ausschuss wolle aber auch erfahren, welche Rolle der frühere Star-Telekomanalyst Jack B. Grubman bei der Zuteilung gespielt hatte. In den von Salomon übermittelten Dokumenten wurden nach Angaben der Zeitung 39 Transaktionen mit WorldCom-Managern aufgeführt. Der Ausschuss sei besonders an Zuteilungen an den WorldCom-Gründer und ehemaligen Firmenchef Bernard J. Ebbers und an den ehemaligen Finanzchef Scott D. Sullivan interessiert. (APA/dpa)