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In Sprechchören feierten Mitglieder der so genannten Volksorganisationen Präsident Jean-Bertrand Aristide.

Foto: APA/AFP/Nelson
Port-au-Prince - Im krisengeschüttelten Karibikstaat Haiti sind am Dienstag neue Unruhen aufgeflammt. Wie der Sender "Radio Metropole" berichtete, stürmte in der Küstenstadt Arcahaie rund 40 Kilometer nordwestlich von Port-au-Prince eine Menschenmenge ein Polizeikommissariat, lynchte dort einen Gefangenen und zündete das Gebäude an. In Petion-Ville, einem wohlhabenden Vorort von Petion Prince, gingen Mitglieder der so genannten Volksorganisationen (OP) auf die Straße. Sie errichteten Barrikaden aus brennenden Autoreifen, warfen Steine auf Passanten und Autofahrer, feierten in Sprechchören Präsident Jean-Bertrand Aristide und verlangten die Verhaftung des Führers des Oppositionsbündnisses Convergence Democratique. Die Volksorganisationen zählen zur radikalen Basis Aristides. Zwar hatte einer ihrer Anführer, Amiot Metayer, Anfang des Monats zum Sturz Aristides aufgerufen, nachdem ihn seine Anhänger aus dem Gefängnis der nördlichen Stadt Gonaves befreit hatten. Inzwischen hat sich Metayer dem Vernehmen nach aber schon wieder mit Aristide versöhnt. (ApA/dpa)