Nachdem die Preise für DVD-Heimkino-Anlagen in den letzten Jahren stark gesunken sind, vergleicht "Konsument" in seiner September-Ausgabe zehn Geräte in der Preisklasse zwischen 400 und 930 . Das Resultat: Vier erfüllen ihre Aufgabe "gut", der Rest ist immerhin "durchschnittlich". Vor der Anschaffung einer DVD-Heimkino- Anlage empfiehlt "Konsument" sicherheitshalber die Schalldichtheit der Wohnung zu prüfen, um keine Probleme mit der Nachbarschaft zu bekommen. Boxen sind der entscheidende Faktor Wer sich Kino-Flair im eigenen Wohnzimmer wünscht, benötigt einen DVD-Player, ein TV-Gerät oder einen -Projektor für die Wiedergabe sowie eine große und fünf bis sechs kleinere Lautsprecherboxen mit Verstärkern. Die Boxen sind der entscheidende Faktor, schließlich sorgt gerade der Raumklang für das Heimkino-Erlebnis. Aber Vorsicht: Sie beanspruchen ausreichend Platz. Für beengte Wohnverhältnisse macht die Anschaffung einer DVD-Heimkino-Anlage daher wenig Sinn. Optimaler Klang nur durch gute Plazierung Bei der Aufstellung der Anlage ist zu beachten, dass der optimale Klanggenuss erst dann gewährleistet ist, wenn die Boxen richtig stehen. Das Herzstück der Tonanlage ist der sogenannte Subwoofer, der die Basstöne übernimmt und um etliches größer ist als die so genannten Satellitenboxen. Prinzipiell soll die Aufstellung der Boxen vom Sitzplatz aus sternförmig geschehen. Bei der großen Box hat man am meisten Spielraum, weil deren Platzierung unproblematisch ist, während bei den kleinen Boxen zu beachten ist: Vor und hinter dem Sitzplatz links und rechts mit möglichst gleichem Abstand zum Sitzplatz plus eine Box beim Bildschirm. Daraus folgt aber auch eine weitläufige Kabel-Verbindung zwischen dem Hauptgerät und den Lautsprechern. Nachdem ein Kabelsalat am Boden äußerst lästig ist, rät "Konsument" vor dem Kauf einen Kabelkanal oder eine Unterputz- Verlegung in Erwägung zu ziehen. Die Tücken der Handhabung Auch wenn die neue Heimkino-Elektronik für Normalverbraucher bereits erschwinglich ist, müssen technische Laien mit Problemen bei der Handhabung rechnen. Die für das DVD-Medium notwendige Fernbedienung ist unübersichtlich und teilweise auch unlogisch. Mit der Fernbedienung müssen aber Verstärker, DVD-Player und die DVD eingestellt werden. Beim Abstimmen der Anlage und ihrer Bestandteile zeigt sich das moderne Medium ebenfalls tückisch. Hektisch an der Fernbedienung oder am Gerät herumzudrücken hat wenig Sinn, denn vor der Erteilung eines Befehls bis zu dessen Ausführung braucht es oft mehrere Sekunden. Aufgrund dieser "langen Leitung" ist beim Benutzer Geduld gefragt. Stromsparer oder Stromfresser? Für die endgültige Kaufentscheidung gibt "Konsument" zu bedenken, dass kompakte Heimkino-Anlagen nachträglich nicht mehr aufrüstbar sind. Auch der Strom-Verbrauch ist ein wichtiges Detail: Tadelnswerte Ergebnisse zeigen die Geräte von Quelle und Philips sowohl beim Betriebs- als auch Stand-by-Verbrauch. Nicht nur, dass Schwankungen im Stromverbrauch in der Unterhaltungselektronik mitunter das 30fache ausmachen können - und sich damit langfristig auf die Stromrechnungen auswirken - , sie verärgern auch Umweltschützer. Vorbildlich stromsparend zeigen sich jedenfalls die Test-Spitzenreiter Sony, Pioneer, Aiwa und Thomson.(red)