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Wien - Der ständige Untersuchungsausschuss des Rechnungshofes - auch bekannt als "kleiner Untersuchungsausschuss" - soll auf Verlangen der SPÖ die Vorgänge rund um die Abfangjäger-Beschaffung prüfen. Das kündigte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter am Montag in einer Pressekonferenz. Kräuter forderte außerdem den Vorsitz des Gremiums für die Opposition - "ganz egal ob rot oder grün". Bisher führte der nach der Alko-Affäre zurück getretene freiheitliche Abgeordnete Reinhart Gaugg den Vorsitz. Die Abfangjäger-Beschaffung wird von 77 Prozent der Bevölkerung abgelehnt, so Kräuter. Der kleine U-Ausschuss solle daher glich mit Beginn der Tagung am 16. September seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Die SPÖ wolle schriftliche Berichte der eingebundenen Minister und des Bundeskanzlers über sämtliche Details des Vergabevorganges einfordern sowie Einsicht in die komplette Ausschreibungsunterlage und die gelegten Angebote verlangen. Kräuter betonte, dass die Erörterung der angebotenen Kompensationsgeschäfte und deren Bewertung durch verschiedene Regierungskommissionen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Ausschusses sein werde. Die SPÖ will einen Stopp der Beschaffung, bekräftigte Kräuter. Zentrales Anliegen seiner Partei sei daher die Recherche über Ausstiegsmöglichkeiten aus den Vergabeverfahren und die Planung eines entsprechenden Ausstiegszenarios. (APA)