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Foto: APA/ epa/Ulrich Perrey
Ludwigslust/Lüneburg - In den Hochwassergebieten entlang der Elbe kehrt langsam wieder ein Stück Alltag ein. Die Pegel sanken am Mittwoch weiter. Überall wird das öffentliche Leben nach und nach wieder aufgenommen: die meisten Schulen öffneten, Busse und Bahnen fahren - soweit möglich - wieder. Schwere Unwetter im Süden Nordrhein-Westfalens Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Donnerstag Feuerwehr und Polizei im Süden des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfalen in Atem gehalten. In Mechernich (Kreis Euskirchen) mussten wegen drohender Überflutungen ein Zeltlager und mehrere Wohnungen evakuiert werden, teilte die Feuerwehr mit. In Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) gingen 110 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Nach Blitzeinschlägen brannten mehrere Häuser. Insgesamt waren dort bis zum frühen Morgen rund 600 Feuerwehrmänner im Einsatz. Die Landesstraße 333 zwischen Hennef und Eitorf wurde teilweise unterspült und nach zwei Erdrutschen völlig verschüttet. "Die Aufräumarbeiten dauern vermutlich noch Tage", sagte ein Feuerwehrsprecher. Im Kreis Euskirchen rückte die Feuerwehr zu mindestens 100 Einsätzen aus. Keller waren voll gelaufen, Straßen überschwemmt und kurzzeitig gesperrt. Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Am Mittwochnachmittag war bereits das Siegerland von sintflutartigen Regenfällen und Gewittern heimgesucht worden. Nach Angaben der Bezirksregierung in Arnsberg liefen dort zahlreiche Keller voll. Die Feuerwehr sei pausenlos im Einsatz gewesen. Extreme Gelsenplage Nach der Flut kämpften die Bürger aber jetzt mit einer sehr extremen Gelsenplage. Ohne Fliegenklatsche und Fliegennetzen vor den Fenstern komme man nicht aus; für die Einsatzkräfte vor Ort benötige man pro Schicht und Mann eine Flasche Schutzmittel. Der Pegel der Elbe bei Hitzacker sank nach Angaben der Sprecherin von 6,95 Meter am Dienstagmorgen auf 6,36 Meter am Mittwochmorgen. Der Wasserstand sinkt derzeit pro Stunde etwa ein bis zwei Zentimeter.Im mecklenburgischen Abschnitt des Flusses fielen die Pegel auf Werte um fünfeinhalb Meter, wie der Krisenstab des Landkreises Ludwigslust mitteilte. An fast allen Schulen des Kreises wurde wieder normal unterrichtet. Auch öffentliche Verkehrsmittel fahren weitgehend ohne Einschränkungen. Die Geschäfte im Hochwassergebiet haben wieder geöffnet.(APA/dpa)