Wien - Gesellschafterdarlehen werden in Österreich in Zukunft strenger geregelt. Darlehen die ein Gesellschafter dem Unternehmen in einer Krise gewährt, werden künftig im Insolvenzfalls jedenfalls wie Eigenkapital behandelt. Das entsprechende "Eigenkapitalersatz-Gesetz" hat am Dienstag den Ministerrat passiert. Bisher wurden solche Kredite zwar in der Rechtsprechung bereits wie Eigenkapital behandelt, allerdings fehlte im Gesellschaftsrecht eine entsprechende Regelung, hieß es aus dem Justizministerium zu APA. Die grundsätzliche Finanzierungsfreiheit bleibe zwar auch in Hinkunft aufrecht, im Falle von Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung oder Restrukturierungsbedarf in einem Unternehmen werden Kredite jedoch in Eigenkapital umqualifizert, heißt es weiter. Gleichzeitig werden auch die Konkurs- bzw. Ausgleichsordnung, das Unternehmensreorganisationsgesetz, das Aktiengesetz, das Genossenschaftsrecht sowie das Übernahmegesetz entsprechend abgeändert. Im Insolvenzrecht wird unter anderem klar gestellt werden, was mit Sicherheiten für einen solchen Gesellschafterkredit passiert. (APA)