Brüssel - EU-Ermittler haben am Mittwoch wieder die Firmensitze der europäischen Brauriesen Carlsberg und Heineken unangemeldet durchsucht. Die Konzerne werden verdächtigt, mit Absprachen das EU-Wettbewerbsrecht verletzt zu haben, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die EU-Kommission hatte bereits im Frühjahr förmliche Kartellverfahren gegen die beiden Großbrauer in Dänemark und in den Niederlanden eröffnet. Sie sollen Absprachen zum Schutz der eigenen Heimatmärkte getroffen haben, hatte die Kommission damals berichtet. EU-Razzien bei Carlsberg und Heineken hatte es bereits im Frühjahr 2000 gegeben. Falls Brüssel die Vorwürfe beweisen kann, drohen den Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Die Kommission hatte bereits gegen belgische Bierbrauer Bußgelder von insgesamt über 91 Mill. Euro wegen Kartellbildung verhängt. (APA/dpa)