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Das Kreuz

foto: reuters/teofilovski
Skopje - Zu Ehren von mehr als 2.000 Jahren Christentum haben mazedonische Gläubige in der Nähe von Skopje das größte Kreuz des Balkans errichtet. Die 66 Meter hohe Metallkonstruktion (anderen Angaben zufolge ist sie 76 Meter hoch) wurde am Mittwoch in Anwesenheit von Ministerpräsident Ljubco Georgievski und tausenden Christen auf dem 1800-Meter-Berg Vodno in der Nähe der Hauptstadt aufgestellt. Angestrahlt von 550 Leuchten ist das Kreuz noch in 80 Kilometern Entfernung zu sehen. Die Bauarbeiten dauerten zwei Jahre. Mehr als 400 Tonnen Metall und 60.000 Schrauben stecken in dem Monument. "Dies ist der Eckstein für weitere tausend Jahre Mazedonien und der Mazedonier", sagte Regierungschef Georgievski. Das Staatsfernsehen berichtete, es seien etwa 70 000 Menschen zu der Veranstaltung gekommen. Ein Priester sprach auch von der "spirituellen Wiedergeburt Mazedoniens". Die mazedonisch-orthodoxe Kirche ist international nicht als eigenständig anerkannt und liegt im Zwist mit der serbisch-orthodoxen Kirchenführung, die auf ihrer Hoheit beharrt. Das weithin sichtbare Kreuz wurde inmitten des Wahlkampfes in Mazedonien und mit Hilfe der nationalistischen Regierungspartei VMRO-DPMNO aufgestellt. Es wird auch als politisches Signal an die Adresse der albanischen Volksgruppe empfunden, die moslemischen und katholischen Glaubens ist. (APA)