Wien/Krems - Die hochwasserbedingte Invasion der Stechmücken hat ihren Höhepunkt erreicht. Der Wiener Biologe und Gelsenexperte Bernhard Seidel schätzt, dass der stechende Spuk in frühestens zwei Wochen vorbei sein wird.Keinen Grund für eine Hysterie wegen des durch Mücken verbreiteten West-Nil-Virus sieht der Virologe Norbert Nowotny von der Veterinärmedizinischen Uni Wien. Dennoch könnten vereinzelt Erkrankungsfälle auftreten. Je höher die Wasserstände, desto heftiger die folgende Plage Hochwässer fördern - nomen est omen - Überschwemmungsgelsen. Dabei gilt laut Seidel: je höher die Wasserstände, desto heftiger die folgende Plage. Diesmal habe mildernd gewirkt, dass das Hochwasser zwei Spitzen hatte. "Viele Gelsen haben bereits nach der ersten Welle ihre Eier abgelegt, diese wurden bei der zweiten Welle weggespült", so Seidel. Es hätte noch dicker kommen können.(APA, simo, DR STANDARD, Printausgabe 30.8.2002)