Bogotá - Linksgerichtete Rebellen haben in Kolumbien trotz eines erst kürzlich aufgebauten Netzes ziviler Spitzel 13 Menschen, darunter einen Italiener, entführt. Das berichteten nationale Medien am Donnerstag. Die Opfer seien an Straßenblockaden in die Gewalt der Rebellen geraten. Die Taten im Norden des Landes stellen einen Rückschlag für den neuen Präsidenten Alvaro Uribe dar. Er will bis zu einer Million Zivilisten mit Funkgeräten ausrüsten, damit sie die Polizei und die Streitkräfte mit Informationen im Kampf gegen die Rebellen unterstützen. Der Aufbau des landesweiten Netzes ziviler Informanten hatte vor drei Wochen genau in der Gegend begonnen, in der die 13 Menschen entführt wurden. Acht von ihnen seien inzwischen befreit worden, teilte das Militär mit. In Kolumbien werden pro Jahr etwa 3000 Entführungsfälle bekannt. Das ist die höchste Rate weltweit.