Wien - Auf dem Weg zu einem Rekordgeschäftsjahr 2002 sehen die Analysten der Erste Bank nach den vorgelegten Halbjahreszahlen den Faltschachtel- und Kartonhersteller Mayr-Melnhof. Die vermeldeten Ergebnisse seien im Rahmen der Erwartungen der Erste Bank gelegen. Zudem sei die Aktie mit einem Bewertungsabschlag von 35 Prozent zu ihrer Vergleichsgruppe weiter attraktiv. Das Institut bestätigt daher in einer aktuellen Analyse seine Kaufempfehlung für Mayr-Melnhof-Aktien mit einem Kursziel von 85 Euro. Positiv wird von der Erste Bank die im Vergleich zu seinen Mitbewerbern vorsichtige Akquisitionsstrategie des Kartonherstellers hervorgehoben. Im Gegensatz zur Expansionspolitik vergleichbarer Unternehmen sei es sinnvoller, kleiner Übernahmeziele zu kaufen, die ohne Erhöhung des Kreditrisikos integriert werden können. Insgesamt sei die Strategie von Mayr-Melnhof nachhaltig sowohl hinsichtlich der Ertragsentwicklung als auch im ökologischen Sinn. Zudem dürften im Jahresverlauf weitere positive Nachrichten in Form von Übernahmen anstehen. Schließlich sei Mayr-Melnhof keine typische zyklische Aktie. Da sie stärker von Konsumtrends als von Konjunkturzyklen abhängt, ist das Papier laut Erste Bank-Analyse gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine interessante Kaufgelegenheit. Die Erste Bank prognostiziert für Mayr-Melnhof im Geschäftsjahr 2002 einen Gewinn von 7,37 Euro je Aktie. Die Schätzung für das Folgejahr liegt bei 8,29 Euro und jene für 2004 bei 9,19 Euro je Anteilsschein. (APA)