Wien - Hat sie die Melonenstücke gegessen oder nur einmal davon gekostet? - Diese Frage beschäftigte am Freitag, das Bezirksgericht Wien-Josefstadt. Eine 56-jährige Hausfrau musste sich wegen Diebstahls verantworten. Der Hintergrund: Bei einem Supermarkt-Einkauf griff die Angeklagte zu den Melonen. Laut einer Kaufhaus-Detektivin aß sie mehrere in einem Plastikbecher befindliche Obstteile, entfernte vor dem Zahlen das Etikett und blieb den Betrag schuldig. Die Beschuldigte sagte, sie habe die Früchte gekostet und für zu bitter befunden. Vor dem Geschäft kam es zum handgreiflichen Streit. Frisch oder gratis Um nicht mehr die Katze im Sack zu kaufen, habe sie die Melonen gekostet. "Die waren sehr bitter, die nimm' ich sicher nicht", erklärt die Angeklagte. Schließlich werbe das betreffende Unternehmen ja auch mit dem Slogan "frisch oder gratis". Die Angelegenheit hätte wohl kaum das Licht des Gerichts erblickt, wenn sich die Beschuldigte nicht bei der betreffenden Supermarktkette beschwert hätte. Erst danach erstattete die Detektivin Anzeige.(APA)