Graz - Die Asfinag nimmt nun die auffällige Häufung von Unfällen im Herzogbergtunnel auf der Südautobahn genauer unter die Lupe. Scheiben beschlagen Dass in allen Fällen der vergangenen Tage sich plötzlich beschlagende Scheiben für die Zwischenfälle verantwortlich sein sollen, wie dies von mancher Seite behauptet wird, soll geprüft werden: Grundsätzlich trete das Phänomen, dass Scheiben bei der Einfahrt in einen Tunnel anlaufen, überall auf. Im konkreten Fall des Herzogbergtunnels wird ein Klimaspezialist beigezogen Mehrere Zwischenfälle Im Herzogbergtunnel im Packabschnitt der Südautobahn war es in den vergangen Tagen zu mehreren Zwischenfällen gekommen, es gab mehrere Verletzte. In einem Fall hatte ein Pensionist konkret angegeben, dass er deswegen auf die linke Fahrbahnseite geraten sei, weil er bei starkem Regen in den Tunnel eingefahren war und sich in der Folge die Scheiben blitzartig beschlagen hätten. Danach waren Vermutungen laut geworden, dass durch die derzeit laufenden Bauarbeiten für die zweite Röhre des Herzogbergtunnels die Klimananlage nicht mehr ausreichend funktioniere. Seitens der Asfinag hieß es zu diesem Punkt am Freitag ausdrücklich, dass "die Lüftungsanlage nach dem neuesten Stand der Technik funktioniert und immer auf Volllast läuft". Dennoch wird Kontakt mit einem Klimaspezialisten aufgenommen, der die genaue Konstellation von Luftfeuchtigkeit und Temperatur inner- und außerhalb des Tunnels überprüfen wird. Durch die häufigen Regenfälle in den vergangenen Wochen sei sowohl im Tunnel selbst als auch im Freien die Luftfeuchtigkeit "extrem hoch". Temperaturunterschiede Noch vor allen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden Warntafeln vor den Tunnelportalen angebracht. Die Asfinag empfahl Autofahrern, bereits weit vor der Einfahrt die Heizung aufzudrehen, damit die Temperaturunterschiede geringer ausfallen und - vor allem - die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h einzuhalten. (APA)