Wien - Die Sichtung des im Zuge des Schlages gegen Kinderpornokonsumenten im April sichergestellt Materials steht vor ihrem Abschluss. Lediglich in Wien, wo besonders viele Disketten, Festplatten und Videokassetten konfisziert worden sind, dürfte die Auswertung noch Monate dauern. "In den anderen acht Bundesländern sind wir in einer schicklichen Zeit fertig", so Mag. Erich Zwettler vom Innenministerium.Bei der Aktion kam es zu rund 330 Hausdurchsuchungen, rund 280 Verdächtige wurden ausgeforscht. Insgesamt wurden fast 300.000 Beweismittel gesichert. Zwei Journalisten hatten Bilder für Recherchezwecke herunter geladen In den meisten Fällen wurden die Beamte auch fündig: Nur 16 Mal wurde bisher Anzeigen zurückgezogen, da entweder die Kreditkarte des Verdächtigen tatsächlich missbraucht worden war oder kein einschlägiges Material auf der Festplatte gefunden wurde. Zwei Journalisten konnten glaubhaft machen, dass sie die Bilder für Recherchezwecke herunter geladen haben. Vor allem Konsumenten In Österreich sind die Täter Zwettler zufolge vor allem Konsumenten. Hier zu Lande produziertes Material ist eher die Ausnahme. "Wir müssen also den Markt bekämpfen", sagte Zwettler. So würden letztlich auch die Produzenten im Ausland getroffen werden. In einzelnen Fällen wird auch ermittelt, ob das sichergestellte Material nicht doch weitergegeben oder verkauft worden ist. Auf Grund der massiven Medienberichterstattung sind zudem mehrere Hinweise seitens der Bevölkerung auf mutmaßliche Kinderporno-Konsumenten eingangen, von denen sich einige als richtig herausgestellt haben. Eine Aufstockung des Personals, um die Sichtung des Materials in Wien zu beschleunigen, hält Zwettler nicht unbedingt für sinnvoll. Bei zu vielen eingebunden Ermittlern könnten leicht Zusammenhänge übersehen werden. "Es steigt vielleicht die Quantität, aber die nicht die Qualität."(APA)