Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Freitag mit leichteren Notierungen aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 11,31 Einheiten (minus 0,19 Prozent) auf 5.791,05 Stellen. Der C-DAX ermäßigte sich um 1,15 Punkte oder 0,24 Prozent auf 485,52 Zähler. Der DAX 100 schloss mit 2.780,05 Einheiten und einem Minus von 5,53 Stellen oder 0,20 Prozent. Der M-DAX fiel um 9,31 Punkte oder 0,23 Prozent auf 4.061,16 Zähler. Mehrmals Richtungsänderung Gewinnmitnahmen zogen die deutschen Aktienkurse am Freitag in negatives Terrain. Damit legte das deutschen Börsenbarometer nach den jüngsten Höchststände eine Verschnaufpause ein. Marktteilnehmer begrüßten die Abschläge, da sie eine Überhitzung des Marktes befürchteten. Allerdings änderte der DAX im Sitzungsverlauf mehrmals seine Marschrichtung. Während die Kurse am Morgen zunächst den Konsolidierungsrufen folgten, schubsten positive US-Konjunkturdaten den DAX wieder in die Gewinnzone. "Die Zahlen sind der Schlüssel dafür, dass die Fed nicht mehr als einen Zinsschritt durchführen wird", sagte ein Marktteilnehmer. Die über den Erwartungen gemeldete US-Produktivität und die unter den Prognosen gemeldeten Einzelhandelsumsätzen dürften die Zinsangst zunächst verbannen, hieß es. Als die Wall Street jedoch ihre zunächst freundliche Eröffnung nicht verteidigen konnte, besannen sich die Anleger und realisierten Gewinne. "Investoren wollten einfach ein wenig Geld mit ins Wochenende nehmen", so ein Händler, der die Abschläge als eine gesunde Bewegung für den Markt bezeichnete. Mannesmann im Blickpunkt Im Blickpunkt standen weiterhin Mannesmann. Vodafone bestätigte mittlerweile ein Interesse an dem Konzern. "Dies sagt jedoch nicht viel aus", meinte ein Händler. Sicherlich sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn Mannesmann werde kaum tatenlos zusehen wie andere die Macht übernehmen. Stabil präsentierten sich erneut HypoVereinsbank. Die Aktien profitierten von den anhaltenden Fusionsspekulationen in der Finanzbranche. Die weiteren Banken zeigten sich uneinheitlich. Große Abschläge verbuchten BMW und Daimler Chrysler. "Automobilwerte will einfach keiner haben", so ein Händler zu den schlechten Branchenaussichten. Auch Porsche konnte mit den präsentierten Geschäftszahlen die Stimmung nicht erhellen. Händler zeigten sich vor allem von dem Ergebnis nach Steuern und der Dividende enttäuscht.