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Wien - Die lahmende Konjunktur hat den heimischen Tourismus bisher kaum beeinträchtigt. Die heurige Sommersaison werde trotz Hochwasserkatastrophe und Konjunkturschwäche ein vier- bis fünfprozentiges Umsatzplus und einen leichten Nächtigungszuwachs bringen, prognostizierte der Chef der Österreich Werbung (ÖW), Arthur Oberascher. Auch die kommende Wintersaison 2002/03 werde an das Rekordergebnis des Vorjahres anschließen und ein weiteres Umsatzplus von drei bis fünf Prozent erzielen, schätzt der ÖW-Chef. Mit 800 Marketingaktivitäten und einem Werbebudget von 15 Mill. Euro will die ÖW nun verstärkt Gäste für einen Winterurlaub in Österreich animieren. "Der Wintertourismus bleibt das touristische Zugpferd Österreichs", betonte Oberascher. Ohne Konjunktureinbrüche wäre in der Sommersaison noch ein höheres Plus erzielt worden, bemerkte Oberascher. Von Mai bis August seien die Tourismusumsätze um 5,2 Prozent auf 6,23 Mrd. Euro gewachsen, Verluste in den Hochwassergebieten Oberösterreichs und Niederösterreichs seien durch Nächtigungszuwächse in Tirol und Salzburg ausgeglichen worden. Der Grund für die Zuwächse liege u.a. darin, dass der österreichische Tourismus noch immer von der nach den Terroranschlägen in den USA aufgekommenen Flugangst als Naherholungsland profitiere. Dieser Trend werde auch durch die aktuelle Irakkrise verstärkt. Trotz Konjunkturschwäche kämen erstmals wieder mehr Gäste aus dem Hauptherkunftsland Deutschland und viel mehr Autourlauber nach Österreich, die zwar teilweise weniger ausgeben, aber länger bleiben, berichtete der ÖW-Chef. Der Trend gehe weiterhin Richtung Qualitätstourismus. Nächtigungszuwächse gebe es bei den Drei- bis Fünfsternbetrieben, Privatquartiere und Niedrigsternbetriebe würden hingegen Einbrüche aufweisen. (APA)