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Beim ersten Urnengang der Präsidentschaftswahlen am letzten Sonntag landete Seselj mit rund 23 Prozent der Stimmen an dritter Stelle hinter dem jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica und dem föderalen Vizepremier Miroljub Labus.

Foto: APA/ EPA/ Srdjan Suki
Belgrad - Die Serbische Radikale Partei (SRS) des Ultranationalisten Vojislav Seselj will die Stichwahl für das serbische Präsidentenamt am 13. Oktober boykottieren. Parteichef Seselj erklärte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Belgrad, dass der Misserfolg der Stichwahl "Neuwahlen auf allen Ebenen die Tür öffnen werde". Wenn Seseljs Wähler den Boykottaufruf befolgen, dann könnte die Gültigkeit der Stichwahl in Frage gestellt werden. Laut geltendem Gesetz müssen sich am Urnengang mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten beteiligen. Beim ersten Durchgang der Wahl am vergangenen Sonntag belief sich die Wahlbeteiligung nur auf rund 55 Prozent. Sollte die Stichwahl wegen zu geringer Beteiligung wiederholt werden müssen, dann müsste ein neuerlicher Urnengang noch vor Ablauf der Amtszeit des aktuellen Präsidenten Milan Milutinovic am 27. Dezember stattfinden. (APA)