Melk - Nach dem schweren Arbeitsunfall auf der Donauufer-Bahn bei Ebersdorf / Klein-Pöchlarn im Bezirk Melk, der gestern, Montag, vier Todesopfer und zwei Schwerverletzte gefordert hat, scheint menschliches Versagen als Unglücksursache festzustehen. Der gemeinsame Abschlussbericht der ÖBB mit der NÖ Kriminalabteilung wird nach Angaben der Bundesbahnen erst in einigen Tagen vorliegen.Fehler der Fahrdienstleitung Der Fehler dürfte bei der Fahrdienstleitung in Spitz an der Donau gelegen sein. Der Güterzug und die mit sechs ÖBB-Arbeitern besetzte Draisine waren zugleich auf die einspurige Strecke gelassen worden, worauf es um 9.11 Uhr in einer unübersichtlichen Kurve zu dem folgenschweren Zusammenstoß kam. Ein Opfer weiter in Lebensgefahr Die Opfer stammten aus Persenbeug bzw. Klein-Pöchlarn. Über den Zustand der Überlebenden, die schwerste Kopfverletzungen erlitten hatten, war aus der ÖBB-Pressestelle nichts zu erfahren. Nach Angaben von Primar Gerhard Kronik schwebte der ins Krankenhaus Krems eingelieferte Patient heute, Dienstag, weiterhin in Lebensgefahr, sein Befinden sei aber nicht hoffnungslos. Die ärztliche Leitung des Krankenhauses Melk war am Vormittag nicht erreichbar. (APA)