London - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützt nach einem Zeitungsbericht grundsätzlich britisch-französische Vorschläge, den Posten eines EU-Präsidenten zu schaffen. Wie die "Financial Times" am Freitag berichtete, sagte Schröder EU-Kommissionspräsident Romano Prodi bei einem privaten Abendessen in Brüssel, er würde die Pläne unterstützen, falls sicher gestellt sei, dass dadurch nicht die EU-Kommission geschwächt werde. Frankreich und Großbritannien wollen den Europäischen Rat, das Gremium der Staats- und Regierungschefs der EU, stärken und sind der Ansicht, dass ein ernannter Präsident den Mitgliedsländern mehr Einfluss verschaffen würde. Die meisten kleineren Länder lehnen dies ab, da sie ihre Interessen am besten von einer starken EU-Kommission vertreten sehen. (APA/Reuters)