radio helsinki
Seit Ende September läuft auf Radio Helsinki eine neue Frauenschiene unter dem Titel "Femme Totale". Die bislang von acht Redakteurinnen gestaltete Sendung reicht thematisch von der Vorstellung Grazer Fraueninitiativen über die Spurensuche nach Künstlerinnen und Autorinnen bis zur genaueren Betrachtung der Situation von Migrantinnen. Bewusstseinsankurbelung "Wir wollen mit unserer Sendung das Bewusstsein der Frauen wieder ankurbeln. Wenn schon alles getan wäre, dann würde man solche Sendungen wahrscheinlich gar nicht mehr brauchen. Aber sie sind noch immer notwendig." Andrea, eine der Redakteurinnen von "Femme Totale", will mit ihren Sendungen ganz explizit nicht nur eine spezielle Frauengruppe ansprechen: "Natürlich will ich kritischen Journalismus betreiben. Aber ich will die Sendung auch offen lassen, und nicht streng und mit Finderzeig. Ich will als Frau auch alle Seiten leben. Und genauso soll "Femme Totale" sein ..." Zumindest für ein Jahr ... ... ist die Sendung finanziell abgesichert. Andrea: "Wir haben ein Subventionsansuchen an den Bund und die Stadt geschickt. Vom Bund haben wir natürlich gar nichts bekommen. Jetzt teilen sich die Kosten die Kulturabteilung und das Frauenreferat der Stadt Graz." Auch wenn von Seiten der Frauenstadträtin nur die halben versprochenen Kosten zur Verfügung gestellt werden konnten, ist das Team zuversichtlich, dass es nach dem Jahr weiter gehen kann. "Wir hoffen auch, dass sich unterschiedliche Fraueninitiativen, Zusammenschlüsse von Künstlerinnen und andere Frauenkulturprojekte an uns wenden und wir uns vernetzen können. Auch was das Redaktionsteam betrifft, sind wir offen und natürlich für alle Infos dankbar." speak Up! Besondere Erwähnung sollte auch noch die Schwerpunktwoche "speak up!" finden. Im Rahmen des europaweiten Community Radio Projekts wird "Femme totale" auf die spezielle Situation von Migrantinnen eingehen. Und versuchen, gerade dieser marginalisierten Gruppe die Möglichkeit zu geben, sich Stimme und Gehör zu verschaffen. (e_mu)