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Das Grab des ermordeten Bankierssohns Jakob von Metzler auf dem Frankfurter Hauptfriedhof

Foto: APA/dpa/Frank Rumpenhorst
Frankfurt/Main - Im Fall des entführten und getöteten Bankierssohnes Jakob von Metzler hat der 27-jährige Tatverdächtige ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Jura-Student habe die Entführung und Tötung Jakobs zugegeben, erklärten Oberstaatsanwalt Rainer Schilling und Verteidiger Hans Ulrich Endres am Montagabend nach rund sechsstündigen Vernehmung des Tatverdächtigen in Frankfurt. Es sei davon auszugehen, dass der Mann die Tat bereits seit längerem geplant habe, fügte Schilling hinzu. Der elfjährige Jakob sei vermutlich bereits kurz nach seiner Entführung am Freitag vor zwei Wochen gestorben. Umfassendes Geständnis Endres sagte, die Vernehmung sei extrem anstrengend und aufreibend gewesen. Sein Mandant habe ein volles und umfassendes Geständnis über die Entführung und Tötung Jakobs abgelegt. Über den Zustand des Tatverdächtigen und sein Motiv wolle er sich nicht äußern, aber er selbst sei nach der langen, manchmal quälerischen Befragung sehr berührt. Die Vernehmung werde am Donnerstag fortgesetzt werden. Offen sei noch, was nach der Tötung des Jungen geschehen sei. Auch Oberstaatsanwalt Rainer Schilling wollte sich nicht näher zum Motiv des Studenten äußern. Er betonte lediglich, dass es keinerlei Anhaltspunkte für einen sexuellen Hintergrund gebe. Entführung Der elfjährige Jakob war vor gut zwei Wochen entführt und vier Tage später tot aufgefunden worden. Der 27-jährige Jus-Student, der den Buben oberflächlich gekannt hatte, hatte von der Familie von Metzler eine Million Euro Lösegeld gefordert. Bei der Übergabe des Geldes war der Elfjährige aber bereits tot. Wenige Stunden nach der Lösegeldübergabe wurde der Student festgenommen. Seine Aussage hatte die Ermittler zu der Leiche des Buben geführt.(APA/Reuters)