Der seit Monaten negative Trend am deutschen Werbemarkt schwächt sich nach einer Studie der Branchenagentur Nielsen Media Research langsam ab. Im dritten Quartal 2002 seien die Werbeinvestitionen in den klassischen Medien wie Zeitungen zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurückgegangen, allerdings habe sich Rückgang deutlich abgeschwächt, geht aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Branchenagentur hervor. Im ersten Quartal seien die Werbeaufwendungen noch um 9,6 Prozent und im zweiten Quartal um 7,2 Prozent gesunken. "Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, deutet alles darauf hin, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Quartalen fortsetzt und die Fallraten tendenziell weiter abnehmen", stellte der Geschäftsführer von Nielsen Media Research, Ludger Vornhusen, in Aussicht. Einige Branchen hätten ihre Werbeausgaben wieder deutlich gesteigert. Auf dem Automarkt etwa liege der Zuwachs bei neun Prozent, beim Handel sogar bei 13 Prozent. Vor allem Discount-Märkte schalteten wieder mehr Anzeigen. Rückläufig Rückläufig seien dagegen weiter die Werbeinvestitionen der Telekommunikationsbranche, des Finanzsektors und Energieversorger, hieß es. Diese Branchen hätten ihre Werbeausgaben um 150 Mill. Euro oder 30 Prozent verringert und machten somit einen Löwenanteil der Verluste am Gesamtmarkt aus. Der Zeitungsmarkt leidet seit Monaten unter den stark gesunkenen Werbeeinnahmen. Die überregionalen Blätter haben Kostenreduzierungen mit einem teilweise drastischen Stellenabbau angekündigt. (APA/Reuters)