Wien - "Unsere praktische Erfahrung zeigt uns, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen unter gesundheitsgefährdendem Stress am Arbeitsplatz leiden. Dem begegnen wir auf Sozialpartnerebene mit Information und konkreten Handlungsanleitungen", so Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, bei der Vorstellung der neuen "Impuls"-Broschüre. Diese wird vom ÖGB gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und der Bundesarbeiterkammer herausgegeben. Die Broschüre bietet ausführliche Informationen zur Stress-Vermeidung und einen Test, der die persönliche Arbeitswelt auf Stress-Faktoren untersucht. "Mit der neuen "Impuls"-Broschüre setzen wir dort an, wo Stress im Betrieb entsteht. Sie soll sowohl den ArbeitnehmerInnen als auch dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung wertvolle Hilfestellungen geben", erklärte Leutner. Aktive Stress-Prävention sei dringend notwendig, denn betriebliche psychische Belastungen lösen jährlich bereits 63 Prozent der Arbeitsunfälle aus. Die Zahl der Krankenstandstage durch psychiatrische Krankheiten hättte in vergangenen zehn Jahren um fast 77 Prozent zugenommen, die Zahl der Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Stress steige enorm an. Leutner wies auch auf die besondere Bedeutung der Betrieblichen Gesundheitsförderung hin, die mit Gesundheitszirkeln und aktiver Partizipation der ArbeitnehmervertreterInnen Stress und andere Gesundheitsgefährdungen vermeiden hilft. "Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung werden die ExpertInnen des Arbeitsplatzes gefragt, nämlich die ArbeitnehmerInnen selbst. Die "Impuls" Broschüre unterstützt dieses Konzept, dass in einigen Pilotprojekten in Österreich, etwa bei der OMV-Tochter Polyfelt/Geotextilproduktion in Linz, bereits erfolgreich umgesetzt werden konnte", so Leutner abschließend. (APA)