Brüssel - Die EU-Kommission hat Nordkorea mit Konsequenzen gedroht, falls das Land im Gegensatz zu seinen Zusagen heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hat. Zu entsprechenden Berichten aus den USA sagte ein Sprecher der Kommission am Donnerstag in Brüssel: "Wir nehmen diese sehr ernst." Sollten sie zutreffen, so würden alle Vereinbarungen über die Zusammenarbeit mit Nordkorea bei der friedlichen Anwendung der Nukleartechnologie in Frage gestellt. Die EU hat seit 1996 mit annähernd 100 Millionen Euro zur Finanzierung der Agentur KEDO beigetragen. Diese unterstützt den Aufbau von Leichtwasser-Atomreaktoren zur Stromerzeugung als Ersatz für die still gelegten nordkoreanischen Meiler, die auch atomwaffenfähiges Material erzeugen konnten. (APA/dpa)