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Leogang - Innenminister Ernst Strasser hat seine Vorgangsweise bei der Vergabe der Rückkehrberatung für Asylwerber an ein deutsches Privatunternehmen verteidigt. Bei den Österreichischen Sicherheitstagen des Kuratoriums Sicheres Österreich in Leogang betonte Strasser am Donnerstagabend vor Journalisten erneut, dass es sich um eine Rückkehrberatung, nicht um eine Rechtsberatung handle. "Wenn es Argumente für eine andere Vorgangsweise gibt, herbei", erklärte der Minister Entscheidend sei, dass die Rückkehrberatung geschehe, sagte Strasser. Er betonte, dass auch die Rückkehrberatung der Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) nicht unentgeltlich erfolgt sei. "Im Jahr 2001 haben die NGOs 700.000 Euro dafür erhalten", sagte der Minister. "Mir tut es Leid, dass wir das nicht mit einem österreichischen Partner umgesetzt haben", betonte Strasser. Es habe diesbezüglich viele Gespräche mit den bestehenden Partnern gegeben, er selbst habe ein halbes Dutzend geführt. Die Türe für österreichische NGOs stehe weiter offen. Der Innenminister sagte, dass Migrantenströme "nicht im Zielland lösbar" seien, sondern im Herkunftsland. Die beste Lösung wäre es, "den Schleppern das Geschäft kaputt zu machen". Zudem bestehe ein Zusammenhang zwischen Entwicklungs- und Migrationspolitik. Gefragt sei eine internationale Solidarität mit der Dritten und Vierten Welt. (APA)