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Zuviel ist manchmal tatsächlich zu viel.

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Washington - Die Skandale um gefälschte Firmenbilanzen haben amerikanische Anleger mehr als 200 Milliarden Dollar (205 Mrd. Euro) gekostet, wie eine von US-Verbraucherverbänden und Gewerkschaften in Auftrag gegebene Untersuchung ergab. Das Bündnis "No More Enrons" teilte am Donnerstag in Washington mit, allein bei den von Firmen unterstützten Pensions-Investment-Fonds seien 175 Milliarden Dollar Schaden entstanden, nachdem die Börsenkurse wegen der Vertrauenskrise der Anleger eingebrochen waren. Die öffentlichen Pensionsfonds hätten geschätzt mindestens 6,4 Milliarden Dollar verloren. Dem Bericht zufolge verloren außerdem mehr als eine Million Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz bei den betroffenen Firmen. In dem Bericht wurden Daten von der Regierung und anderen öffentlichen Quellen zusammengetragen, um die Auswirkungen der Bilanzfälschungen bei Enron, Arthur Anderson, WorldCom, Global Crossing, Adelphia Communications, Xerox, Tyco International, Qwest Communications und anderen Firmen abzuschätzen. Der Staat habe mindestens 13 Milliarden Dollar Steuereinnahmen deswegen verloren. Senatsmehrheitsführer Tom Daschle nahm den Bericht zum Anlass, der Regierung von Präsident George W. Bush Untätigkeit bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität vorzuwerfen. Ein republikanischer Senatssprecher wies das als Wahlkampf zurück. In zwei Wochen wird ein Teil der Kongressabgeordneten gewählt. (APA/AP)