Traiskirchen - Von einem "rechten Übergriff" nach ihrer Demonstration beim Flüchtlingsheim in Traiskirchen (Bezirk Baden) berichtete die Sozialistische Linkspartei (SLP). Die Kundgebung "Bleiberecht für Alle! Gemeinsam gegen Rassismus und Sozialabbau!" gestern, Donnerstagnachmittag, sei entgegen der Propaganda der FPÖ seitens der etwa 80 Teilnehmer ruhig verlaufen. Einige "aufgehetzte" Jugendliche hätten jedoch zwei Aktivisten attackiert und dabei ein SLP-Mitglied verletzt. "Die FPÖ ist für dieses Klima der Gewalt politisch verantwortlich", heißt es in der Aussendung. Die SLP fordert neben dem Bleiberecht das Recht auf einen Arbeitsplatz für alle Menschen in Österreich. Betreuungsstellen müssten österreichweit ausgebaut und verbessert werden - auch um Traiskirchen zu entlasten. SLP-Spitzenkandidatin und Bundessprecherin Sonja Grusch kündigte weitere Aktionen an. Ursprünglich hatte die örtliche FPÖ für den gestrigen Termin eine Kundgebung angemeldet, diese jedoch nach Bekanntwerden der Gegen-Demo aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die Veranstaltung hätte sich nach Angaben der FPÖ Traiskirchen nicht gegen Asylwerber gerichtet, sondern auf die Rückgewinnung der Lebensqualität in der Stadt und für eine humane Asylpolitik. Man wollte auf Probleme aufmerksam machen, keine "linke Gewalt" herbeiholen, hieß es in der Aussendung vorgestern, Mittwoch.(APA)