Kandahar - Eine Menschenrechtsanwältin der Vereinten Nationen hat Ermittlungen über den Tod hunderter von der Nordallianz gefangener Taliban- und El Kaida-Kämpfer aufgenommen, die im vergangenen Jahr umgekommen waren. Die pakistanische Anwältin Asma Jahangir sagte, ihr Bericht könnte später für alle weiteren Ermittlungen der Todesfälle verwendet werden. Jahangir begann am Freitag ihre zehntägige Afghanistan-Mission. Der Bericht wird anschließend der UNO-Menschenrechtskommission in Genf übergeben. Im Frühjahr war in der Nähe der Stadt Schibergan ein Massengrab entdeckt worden. Wie Augenzeugen berichteten, wurden im November vergangenen Jahres Gefangene in schlecht belüfteten Schiffscontainern eingesperrt, offenbar erstickten viele von ihnen auf dem Transport von der Stadt Kundus zum Gefängnis in Schibergan. Nach Angaben der Allianz starben rund 200 Gefangene an Kampfverletzungen, ihr Tod war unbeabsichtigt. (APA/AP)