Zürich - Die Delegierten am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) in Zürich haben am Sonntagvormittag im Hinblick auf die Eidgenössischen Wahlen 2003 (Parlamentswahlen) ihr Programm "Gleichheit, soziale Sicherheit und Lebensqualität" verabschiedet. Weitere Tagesordnungspunkte sind das Migrationskonzept, die Positionen zu den für Ende November anstehenden Volksabstimmungen sowie die Wahl zum neuen Parteipräsidium. Am zweiten Tag des Parteitags behandelte die SP Schweiz die zweite Hälfte der 400 Anträge zur "Wahlplattform 2003". Große Diskussionen blieben aus - auch beim Thema öffentliche Sicherheit. Dabei stimmte der Parteitag dem Antrag der Geschäftsleitung zu, mehr Sicherheit vor allem durch stärkere Prävention und Integration zu erreichen. Des Weiteren positionierte sich die SP als Partei des "Service Public". Der öffentliche Dienst soll nach den Vorstellungen der SP weiterentwickelt statt privatisiert werden. Angenommen wurde auch die Forderung nach einem "sauberen Finanzplatz": Steuerhinterziehung müsse in der Schweiz strafbar gemacht werden. Außerdem genehmigte der Parteitag die Kapitel zu den Themen Verkehr, Bildung, Umwelt, Finanzen und Steuern sowie Europa und Demokratie. Neu in die Wahlplattform aufgenommen wurden die Themen Jugend sowie Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Schließlich wurde die Wahlplattform 2003 vom Parteitag einstimmig genehmigt. Sie umfasst in der bereinigten Fassung 18 Kapitel mit insgesamt 166 Forderungen und bildet für die SP Schweiz die Grundlage für die Eidgenössischen Wahlen im kommenden Jahr. (APA/sda)