Als ob Spam-E-Mails und Pop-Up-Werbung nicht schon nervig genug wären - jetzt kommt auch noch eine Kombination aus beiden auf die Computernutzer zu. "Sie tauchen einfach auf dem Bildschirm auf", klagt Gary Flynn von der James-Madison-Universität in Virginia. "Das ist so, als ob jemand ins Büro stürmt und einen bei der Arbeit unterbricht."Einfach da Für die Belästigung mit Pop-Up-Spams ist weder ein Web-Browser, noch ein E-Mail-Programm erforderlich - die einzige Voraussetzung, eine bestehende Internet-Verbindung, ist bei den meisten Arbeitsplatzrechnern in Firmen oder Universitäten erfüllt. Und schon taucht das Werbefenster auf dem Bildschirm am PC auf. Problem Verantwortlich für diese jüngste Form elektronischer Werbung ist eine Software mit dem vielsagenden Namen DirectAdvertiser. Diese nutzt die spezielle Messaging-Funktion der Windows-Betriebssysteme 2000 und XP. Dabei handelt es sich um eine Möglichkeit für Systemverwalter, die Mitarbeiter in einem Firmennetz von dringenden Wartungsarbeiten oder anderen technischen Vorfällen zu unterrichten. Selber schuld Der Gründer von DirectAdvertiser.com , Zoltan Kovacs, sieht die Verantwortung für die Nutzung der Software allein bei den Anwendern. Seit ihrer Einführung vor zwei Monaten wurden nach seinen Angaben mehr als 200 Kopien zum Preis von 699,99 Dollar (718,09 Euro) verkauft. Mit zahlreichen Beschwerden konfrontiert, hat die Firma auf ihrer Web-Site inzwischen eine Anleitung veröffentlicht, wie man die Messaging-Funktion in Windows abschalten kann. (APA)