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Ando Sunao, Atomic Bomb Museum, Nagasaki

Foto: Wiener Städtische/ © Büro Ando Sunao

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Akiko Takahashi, Erholung & Spiel im Nogeyama Zoo, Yokohama

Foto: Wiener Städtische/ © Shinkenchiku-sha
Wien - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Architektur im Ringturm" zeigt die Wiener Städtische fernöstliche Baukunst: "45 unter 45 - Junge Architektur aus Japan" stellt die international reüssierende Generation vor. Unter den Architekten, die von 23. Oktober bis 31. Jänner präsentiert werden, befinden sich auch in Europa bereits bekannte Namen wie Kazuyo Sejima, Kazuhiro Kojima, Yoshiharu Tsukamoto oder Shigeru Ban. Ohne Computer geht nichts mehr Allesamt sind die in der Ausstellung vorgestellten Künstler Vertreter der "CAD-Generation" (Computer Aided Design), wie es im Pressetext heißt. Im Gegensatz zu früher, als Ideen am Papier skizziert wurden, können sich die "Jüngeren" ein Arbeiten ohne Computer nicht mehr vorstellen. Dabei ist das elektronische Hilfsmittel aber weit mehr als ein zeichnerisches Werkzeug, sondern dient zur Vervollkommnung ihrer Technik. Spielwiesen-Architektur Der Trend der durch CAD geprägten Architektengeneration geht in Richtung Design, Helligkeit, Leichtigkeit und wenig Details. Trotz allgemeiner Rezession hatten sich die Löhne in Japan seit 1955 verzwanzigfacht, die Preise aber nur versechsfacht, wodurch laut Presseaussendung die Architektur auch zur "Spielwiese persönlicher, individueller Ideen" wurde. Als Vorläufer für eine "Denkweise der reduzierten Haltung" in architektonischen Konzepten gilt das "Zelt des Nomadenmädchens" (Yuboku shojo no pao, 1985) von Toyo Ito. Das Objekt, anlässlich einer messeähnlichen Veranstaltung errichtet, drückte mit einfachsten Mitteln das Temporäre und Unkonventionelle der neuen Architektur aus.(APA)