Das Buch schaut aus, wie es ein Buch über Design tun sollte. Man möchte hineinschlüpfen. Auf Knöpfe drücken. An Hebeln rummachen. Mitfahren. Schauen, was passiert. Und vor allem, ob's funktioniert.

Zum Beispiel der Wandernavigator "leader", eine Kombination aus digitalisierter Landkarte, GPS, elektronischem Kompass und Mikrodisplay, der die papierne Landkarte eines Tages endgültig ins Altpapier befördern könnte. Aussehen tut das weiß-orange Objekt wie eines dieser Dinger, mit denen Commander Kirk während seiner Exkursionen auf sehr fremden Planeten herumfuchtelte - ein wenig moderner freilich. Ausgezeichnet wurde es mit dem internationalen "Motorola Design Award".

Abb. aus dem Buch

Oder das ebenso spacig anmutende Gerät namens "blue line", ein Trockenrasierer, der die Energie des Leitungswassers als Antrieb verwendet und beim "Adolf Loos Staatspreis" für Design einen Anerkennungspreis abräumte.

Insgesamt sind Projektarbeiten des FH-Studienganges Industrial Design aus fünf Jahren zu sehen. Das Buch ist eine Art Zusammenfassung so genannter "de-mails" einer regelmäßig von der FH verschickten Broschüre in Posterform, die über neueste Designs und Erfindungen informiert.

Abb. aus dem Buch

Die Gerätschaften reichen dabei von Objekten wie mobilen Leuchten, Fahrzeugen, Rednerpulten, Minihubschraubern, mobilen Rettungsstationen, Heckenscheren, digitalen Kameras bis hin zu Studien künftiger Rasier-Szenarien. Beeindruckend ist, dass es sich auch bei eher ausgefallenen Projekten keineswegs um die ausgeflippten Hirngespinste eines Daniel Düsentrieb des Hightech-Zeitalters handelt. Die Studenten der FH bleiben am Boden, einem bunten und sehr fruchtbaren, vor allem was die Zusammenarbeit mit internationalen Topunternehmen der Industrie betrifft: Sony, Audi, Bosch sind nur drei der namhaften Firmen, die der FH unter die Arme greifen und selbst von den klugen Köpfen der Ausbildungsstätte vor allem in Sachen Innovation profitieren.

Abb. aus dem Buch

Dass ein Objekt wohlgestalt aus den Studios der FH kommt, ist eine Sache - dass es funktioniert, eine andere, unerlässliche. Und dafür tragen Lehrverpflichtete in Sachen Ergonomie, Konstruktions- lehre, Mikroelektronik Sorge. Unterm Strich soll sich freilich der User über die Produkte freuen. Und damit diese auch den Weg zum Konsumenten finden, werden die Studenten auch in Psychologie, Ökologie und Marketing unterrichtet.

Abb. aus dem Buch

Im Buch wird nicht lang herumgefackelt und theoretisiert. Die Texte in Deutsch und Englisch sind knapp. Die Objekte auf über 1000 Abbildungen haben Platz, sich zu präsentieren. Der Designbegriff, wie er an der FH in Graz gelehrt bzw. praktiziert wird, ergibt sich durch die Betrachtung der Objekte. Die Ziele sind zum Teil sehr hoch gesteckt, Technik wie Formgebung rücken hautnah an ihre Grenzen, an welche sie sich auch formal einwandfrei anschmiegen. (maik, Der Standard/rondo/25/10/2002)

"design products - Projektarbeiten der FH Graz". Herausgeber: Gerhard Heufler, Gerald Kiska, FH Joanneum, 2002 Verlag Niggli. ISBN 3-7212-0446-8. EURO 38

Abb. aus dem Buch

Das Buch schaut aus, wie es ein Buch über Design tun sollte. Man möchte hineinschlüpfen. Auf Knöpfe drücken. An Hebeln rummachen. Mitfahren. Schauen, was passiert. Und vor allem, ob's funktioniert.

Zum Beispiel der Wandernavigator "leader", eine Kombination aus digitalisierter Landkarte, GPS, elektronischem Kompass und Mikrodisplay, der die papierne Landkarte eines Tages endgültig ins Altpapier befördern könnte. Aussehen tut das weiß-orange Objekt wie eines dieser Dinger, mit denen Commander Kirk während seiner Exkursionen auf sehr fremden Planeten herumfuchtelte - ein wenig moderner freilich. Ausgezeichnet wurde es mit dem internationalen "Motorola Design Award".

Oder das ebenso spacig anmutende Gerät namens "blue line", ein Trockenrasierer, der die Energie des Leitungswassers als Antrieb verwendet und beim "Adolf Loos Staatspreis" für Design einen Anerkennungspreis abräumte.

Insgesamt sind Projektarbeiten des FH-Studienganges Industrial Design aus fünf Jahren zu sehen. Das Buch ist eine Art Zusammenfassung so genannter "de-mails" einer regelmäßig von der FH verschickten Broschüre in Posterform, die über neueste Designs und Erfindungen informiert. Die Gerätschaften reichen dabei von Objekten wie mobilen Leuchten, Fahrzeugen, Rednerpulten, Minihubschraubern, mobilen Rettungsstationen, Heckenscheren, digitalen Kameras bis hin zu Studien künftiger Rasier-Szenarien. Beeindruckend ist, dass es sich auch bei eher ausgefallenen Projekten keineswegs um die ausgeflippten Hirngespinste eines Daniel Düsentrieb des Hightech-Zeitalters handelt. Die Studenten der FH bleiben am Boden, einem bunten und sehr fruchtbaren, vor allem was die Zusammenarbeit mit internationalen Topunternehmen der Industrie betrifft: Sony, Audi, Bosch sind nur drei der namhaften Firmen, die der FH unter die Arme greifen und selbst von den klugen Köpfen der Ausbildungsstätte vor allem in Sachen Innovation profitieren.

Dass ein Objekt wohlgestalt aus den Studios der FH kommt, ist eine Sache - dass es funktioniert, eine andere, unerlässliche. Und dafür tragen Lehrverpflichtete in Sachen Ergonomie, Konstruktions- lehre, Mikroelektronik Sorge. Unterm Strich soll sich freilich der User über die Produkte freuen. Und damit diese auch den Weg zum Konsumenten finden, werden die Studenten auch in Psychologie, Ökologie und Marketing unterrichtet.

Im Buch wird nicht lang herumgefackelt und theoretisiert. Die Texte in Deutsch und Englisch sind knapp. Die Objekte auf über 1000 Abbildungen haben Platz, sich zu präsentieren. Der Designbegriff, wie er an der FH in Graz gelehrt bzw. praktiziert wird, ergibt sich durch die Betrachtung der Objekte. Die Ziele sind zum Teil sehr hoch gesteckt, Technik wie Formgebung rücken hautnah an ihre Grenzen, an welche sie sich auch formal einwandfrei anschmiegen. maik []

"design products - Projektarbeiten der FH Graz". Herausgeber: Gerhard Heufler, Gerald Kiska, FH Joanneum, 2002 Verlag Niggli. ISBN 3-7212-0446-8. EURO 38