Amsterdam - Eine leichte Malariainfektion senkt das Risiko einer HIV-Übertragung von Schwangeren auf ihre Kinder. Das ist das überraschende Ergebnis von Studien in Kenia, an denen auch die niederländische Organisation für wissenschaftliche Forschung beteiligt war. Die Ursache für diesen seltsamen Zusammenhang ist bisher noch unklar. Voraussetzung sei allerdings auf jeden Fall eine leichte Infektion, betonten die ExpertInnen. Leider lasse sich aber bei Malaria nie vorhersagen, ob sie einen schweren Verlauf nehme oder nicht. Erhöhtes Malariarisiko während der Schwangerschaft Die EpidemiologInnen hatten in Kenia die Auswirkungen von HIV und Malaria auf Mutter und Kind während und nach der Schwangerschaft untersucht. Ergebnis: Werdende Mütter haben generell ein erhöhtes Malariarisiko. Das gilt umso mehr, wenn es sich um die erste Schwangerschaft junger Frauen unter 20 Jahre handelt. Auch HIV erhöht demnach die Malaria-Gefahr. Eine Kombination beider Infektionen bedroht Mutter und Kind besonders: Während und nach der Schwangerschaft ist die Gefahr einer Blutarmut bei beiden ausgesprochen hoch. (APA/AP)