Neun künstlerische Positionen sind die "favorites" der Eva Schlegel , locker und luftig ihr Aufeinandertreffen in den Galerieräumen. Selbst hat sie unscharf aus Werbeeinschaltungen fotografierte, zu übermenschlicher Größe gezoomte Modells beigesteuert und so - im Changieren zwischen Malerei und Foto wie im Fokussieren stereotyper Haltungen und Posen - die gegenüberliegend gezeigten Jugendkulturrecherchen von Muntean & Rosenblum vortrefflich ergänzt. Ansonsten wird auf künstlerische Produktionsbedingungen viel Augenmerk gelenkt: Kiki Smith lässt in das Wachsabgussverfahren blicken, mit dem sie ihr Gruselkabinett gehäuteter Körperteile realisiert, während die ehemalige Architekturstudentin Monica Bonvicini den Kubus als männliches Teil ironisiert. "Gender" muss auch sein. (trag/DER STANDARD, Printausgabe, 28.10.2002)