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Jamal Karsli klagt über eine "einflussreiche zionistische Lobby" in Deutschland

Foto: APA/dpa/Achim Scheidemann
Reutlingen - Der parteilose nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Jamal Karsli will nach Informationen des "Reutlinger General-Anzeigers" mit Jürgen Möllemann eine neue liberale Partei gründen. Die Zeitung zitiert Karsli mit den Worten, die neue Partei solle "den Liberalismus vertreten und dabei eine entstandene Lücke in der deutschen Parteienlandschaft nutzen". Er habe Möllemann, mit dem ihn "ein enger und freundschaftlicher Kontakt" verbinde, aufgefordert, mit ihm die Gründung in die Wege zu leiten. In der kommenden Woche solle es ein erstes Gespräch zur weiteren Planung geben. Karsli - damals Landtagsabgeordneter der Grünen in Nordrhein-Westfalen - hatte im Mai dieses Jahres bundesweit Aufmerksamkeit erregt, als er Israel "Nazi-Methoden" vorwarf und über eine einflussreiche "zionistische Lobby" in Deutschland klagte. Wegen seiner Äußerungen hatte der Abgeordnete die Landtagsfraktion der Grünen verlassen müssen und war dann vom damaligen FDP-Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann in die FDP-Fraktion aufgenommen worden. Dies hatte zu einem heftigen innerparteilichen Machtkampf zwischen Möllemann und Parteichef Guido Westerwelle geführt, der schließlich mit einer Niederlage Möllemanns und dem Verzicht Karslis auf die Mitgliedschaft in der FDP und in der liberalen Landtagsfraktion endete. (APA/AP)