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Studie untersuchte das Essverhalten den Österreicher

Foto: APA/Schneider
Bei den Österreichern zählt die Hausmannskost nach wie vor zur beliebtesten und am weitesten verbreiteten Küche, der internationalen Küche wird relativ geringe Bedeutung beigemessen. Es gibt jedoch große altersspezifische Unterschiede - bei den 30-Jährigen nimmt die italienische Küche einen immer höheren Stellenwert ein. Zu diesen Ergebnissen kommt die Österreichische Ernährungsstudie 2002, die am Montag, Abend von der Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer präsentiert wurde. Abendessen als "familiärste" Mahlzeit Die Mahlzeitgestaltung von Herr und Frau Österreicher hat sich im Vergleich zur letzten Studie 1996 nicht viel verändert. Gegessen wird drei Mal am Tag, Zwischenmahlzeiten sind wenig verbreitet. Deutlich zugenommen hat jedoch die Bedeutung des Abendessens als "familiärste" Mahlzeit. Zarte Wachstumstendenzen sind zudem beim Außer-Haus-Essen zu erkennen, vor allem bei Menschen mit unregelmäßiger Lebensführung speisen 60 Prozent zu Mittag außer Haus. Zufrieden mit dem Angebot ist man laut Studie mit dem Essen in Restaurants, Handlungsbedarf gibt es hingegen bei Betriebsküchen, Imbissstuben und Würstelständen. Hobbyköche im Vormarsch Im Vormarsch sind die Hobbyköche - Männer wagen sich immer mehr in dieses neue Terrain, so Rützler: 28 Prozent der Befragten Männer kochen gelegentlich. Gleichzeitig nimmt auch der Trend zur schnellen und unaufwendigen Küche zu, was große Wachstumspotenziale für die Industrie biete. Durchschnittlich drei Einkäufe pro Woche Im Schnitt geht man in einem österreichischen Haushalt drei Mal in der Woche einkaufen, wobei der Trend in Richtung weniger oft einkaufen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Unangefochten die wichtigste Einkaufsquelle ist der Supermarkt, der im Vergleich zu 1996 noch an Markt gewonnen hat - auf Kosten des Fach- und Einzelhandels. 50 Prozent aller Lebensmittel werden in Supermärkten gekauft, bei Milchprodukten und Käse sind es sogar 82 Prozent, bei frischem Obst 74 Prozent. Am deutlichsten zulegen konnten gegenüber 1996 Fleisch und Wurstwaren, die damals noch überwiegend im Fachhandel gekauft wurden. Bei Eiern und Wein hat der Ab-Hof-Verkauf an Stellenwert verloren. Supermarkt gewinnt als Einkaufsquelle Zufrieden mit der Produktinformation ist man im Supermarkt/Diskontmarkt jedoch im Vergleich der verschiedenen Einkaufsquellen am wenigsten. Am besten schneidet der Bauernhof ab - zwei Drittel der Konsumenten sind hier "sehr zufrieden", ein weiteres Viertel "eher zufrieden". Der Fach- und Einzelhandel liegt im Mittelfeld. Frische, Naturbelassenheit, Herkunft wichtig Unter Qualität von Lebensmitteln verstehen die meisten Österreicher spontan gefragt Frische, Naturbelassenheit und Herkunft. Ein niedriger Preis bzw. ein gutes Preis-Leistungsverhältnis spielen eine untergeordnete Rolle. Die Kennzeichnung wird von einem Zehntel der Befragten nach wie vor als verwirrend empfunden. Seit 1996 ist es für die Konsumenten deutlich wichtiger geworden, zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wählen zu können (vor allem bei Eier, Fisch, Frischfleisch, Kartoffeln). Der Trend geht in Richtung Convenience und Gesundheit, auch die "Feinschmeckerorientierung" steigt. (APA)