Entgegen Spekulationen um eine mögliche Abgabe der Handy-Fertigung will der Münchener Siemens -Konzern nach Worten von Bereichsvorstand Lothar Pauly auch künftig selbst UMTS-Mobiltelefone herstellen. Auf die Frage, ob Siemens aus der Produktion von UMTS-Handys aussteigen wolle, sagte Pauly in einem am Dienstag im voraus veröffentlichten Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital": "Nein. Kooperation Damit Siemens rechtzeitig zum Marktstart vertreten ist, haben wir uns für die Partnerschaft mit Motorola entschieden, weil wir so Entwicklungskosten sparen für Geräte, mit denen der Markt getestet wird." Berichte Erst Anfang Oktober hatten US-Medien berichtet, Siemens wolle seine Handy-Produktion gegen Aktivitäten von Motorola im Bereich drahtlose Kommunikationsnetze tauschen. Ein Scheitern dieser Pläne sei allerdings durchaus möglich, hatte es geheißen. Siemens hatte damals einen Kommentar abgelehnt, zugleich aber grundsätzlich festgehalten, dass man keine Trennung von den gesamten Mobilfunkaktivitäten anstrebe. Bereits Mitte April hatte der Münchener Konzern angekündigt, mit Motorola gemeinsam UMTS-Handys entwickeln zu wollen. Investitionen Pauly forderte die Netzbetreiber auf, massiv in UMTS zu investieren. "Die Netzbetreiber müssen willens sein, bis zu 80 Prozent ihrer Umsätze an die Entwickler weiterzugeben", sagte der Bereichsvorstand. Nötig seien Dienste jenseits des bloßen Telefonierens, für die die Kunden bereit seien, zu bezahlen. "Wenn der Kunde dafür nicht zahlen möchte, dann haben wir alle ein Problem." Netzbetreiber und Geräte-Hersteller befänden sich hier in "einer Schicksalsgemeinschaft". (APA)