Wien - Die "kommende Pflicht" zum Erlernen des Deutschen mache sich bemerkbar, schildert Kaur Paramgit: "So viele Einschreibungen wie noch nie" für ihre Sprachkurse beim Wiener Integrationsfonds.Dort unterrichtet die 25-Jährige, die 1992 aus dem indischen Pandschab nach Österreich kam, gezielt ehemalige Landsmänninnen. Jene, die dürfen: "Ich kenne genug Männer, die ihren Frauen sagen: ,Du brauchst das nicht.'" Jene, "die den Ehrgeiz haben und nicht meinen: ,Ich warte, bis die Kinder größer sind.'" Sie selbst, erzählt die gelernte Uhrmacherin, habe vom Sprachehrgeiz nur profitiert: "Als ich ankam, verstand ich kein Wort. Jetzt mache ich die Studienberechtigungsprüfung." (bri/DER STANDARD, Printausgabe 30.10.2002)