London - Die britische Regierung hat wegen möglicher Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida vier Organisationen verboten. Neben der Extremistengruppe Jemaah Islamiyah (JI) standen auf dem Verbotsantrag die philippinische Rebellenorganisation Abu Sayyaf, die Islamische Bewegung Usbekistans und die radikalislamische Gruppierung Ansar el Islam, wie aus einem am Donnerstag in London veröffentlichten Dokument des Innenministeriums hervorging. Der Jemaah Islamiyah wird eine Beteiligung an dem Anschlag auf Bali nachgesagt, bei dem am 12. Oktober mehr als 190 Menschen getötet wurden. London will mögliche Gelder der Gruppierung in Großbritannien einfrieren. Dem Antrag müssen beide Kammern des britischen Parlaments zustimmen. Die Gruppe Abu Sayyaf wird für zahlreiche blutige Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht, die Islamische Bewegung Usbekistans kämpfte in der früheren Sowjetrepublik für einen islamischen Staat, und der in kurdischen Gebieten Iraks tätigen Ansar el Islam werden etliche Bombenanschläge und Mordversuche vorgeworfen. Die Organisationen können gegen das Verbot Einspruch erheben.(APA)